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1.10.2008 Es ist Mittwoch und wir haben wieder Schwierigkeiten mit den Behörden. Na ja man kennt es ja die Prüfung der Zuständigkeit. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wenn man auf Grund einer Erkrankung nichts mehr alleine kann. Eine Hilfe von anderen, ist schon was besonderes Eine echte Hilfe habe ich nur von wenigen erfahren. Die meisten sehen einen nur an und sind froh sich ohne Handicap bewegen zu können. Ansonsten habe ich wieder Logopädien und schlage mich mit den Behörden rum. Ich baue das Katzenfreigehege ab und stelle es mit alten Möbeln an die Straße. 2.10.2008 Heute am Donnerstag will der Chef vom Umzugsunternehmen kommen und Ein Angebot für den Umzug machen. Er kommt aber nicht und es kollidiert mit meinem Termin bei der Ergotherapie. Wir rufen ihn an und verschieben es auf Nachmittag. Das klappt auch und wir gehen noch Einkaufen. Später sehen wir noch Fern und gehen dann ins Bett. 3,10.2008 Heute ist es 18 Jahre her, dass sich Deutschland wieder zusammengeschlossen hat. Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient. Wir wollen aber nicht politisch werden. So hat doch jeder seine Ansicht, die geprägt wird von seinem Umfeld. Eine besondere Situation haben die Angehörigen und besonders die Partner der Betroffenen. Diese Situation, ist so besonders, dass sie aus meiner Sicht mal erwähnt werden muss. Also doch politisch? Das sich für die Betroffenen alles verändert ist jeden klar. Doch die Situation unserer Partner die uns ja anders kennen gelernt haben ist doch sehr entscheidend für uns. Sie müssen mit der veränderten Situation, genauso umgehen wie wir. Meine Frau macht für die Geburtstagsfeier unserer Tochter die am 4.10. stattfindet in der Zwischenzeit Kartoffelsalat und Knoblauchbutter. 4.10.2008 Heute ist es so weit. Jessica feiert ihr Geburtstag in rauen Haus. Mein Bruder hat am 5.10. Geburtstag. Es ist eine Art Familientreffen. Es kommt fast die ganze Familie. Jessica hatte die Tür zufallen lassen, von den Haus in den wir feiern wollten, so dass wir erst einmal vor der Tür standen. Es war sehr lustig, alle waren schon da und eine nette Kollegin von Mark brachte uns dann den Schlüssel. Die Feier wurde dann sehr schön und man wechselte mit vielen Bekannten und Verwandten gute Worte. Es ist immer was besonderes wenn eine Frau unserer Familie 30 wird. Dies ist noch einmal eine Erklärung für die Situation des Partners. Meine Frau arbeitet 20 Stunden die Woche, da sie sich die restliche Zeit um mich kümmern muss. Nun wird sie von der Behörde aufgefordert 40 Stunden zu arbeiten. Ich bekomme von den Behörden aber keine Pflegestufe. Nur ein Schreiben meines Arztes bringt wieder Ruhe in diese dumme Situation. Diese ganze Situation kann dadurch aufgelöst werden, in dem man mich in Erwerbsunfähigkeitsrente schickt und wir uns im Gegenzug von der ARGE entfernen. Aber auf dieses lassen sich die Behörden nicht ein. 5.10.2008 Nun ist der 5.10. und mein Bruder hat Geburtstag. Mein sehen wird immer schlechter, ich merke dieses immer in bestimmten Situationen. Besonders beim einkaufen und beim ausfüllen von Überweisungen. Da die Überweisungen sehr häufig zurück kamen, gaben wir meiner Schrift die Schuld und meine Frau macht jetzt die Überweisungen. Dieses sind alles kleine Sachen die dazu beitragen, sich langsam aber stetig von den alten Lebensgewohnheiten zu entfernen. Ich werde andere Sachen dafür machen, die ich noch ausführen kann. Wir räumen mit Jessica und Mark das Haus in dem wir gefeiert haben auf. Ich mache das was ich noch kann. Das meiste hat schon Jessica und Mark gemacht und wir fuhren nur noch Flaschen zu den beiden nach Hause und aßen zusammen zu Mittag. Anschließen rief ich noch mein Bruder an und gratulierte ihm zum Geburtstag. Dann ließen wir den Tag ruhig ausklingen. 6.10.2008 Heute ist wieder Montag und die Feierlichkeiten sind vorbei. Ich habe wie immer Montags keine Therapien und kann über andere Sachen nachdenken. So bin ich darauf gekommen, dass ich ohne die Hilfe meiner Frau und meiner Tochter und ihren Mann sehr schlecht aussehen würde. Sie helfen mir wo sie nur können. Ob es bei der Bewältigung von Alltagssachen ist oder bei der Besorgung neuer Therapieplätze in Büchen. Sie sind großartig und ich bin teilweise sehr ungehalten. Ich möchte es nicht, kann aber schlecht damit umgehen. Das liegt sicher daran, dass ich vorher alles gemacht habe und nun zum rumsitzen verdonnert bin. Dieses ist nicht so einfach, man kommt sich vor wie ein
Eunuch, man weis wie es Heute Morgen waren wir zu Post, um zu sehen, ob unser Staubsauger, den wir verkaufen wollen, bezahlt worden ist. Alle haben sich an unsere Konto bedient, nur der Stausauger ist nicht bezahlt worden. Also fuhren wir wieder nach Hause und Petra packt vor ihrer Arbeit ihre Sommersachen ein und ich schreibe. Ansonsten spielt sich nichts besonderes ab, außer das ich heute Schwierigkeiten mit meinen Wahrnehmungen habe. Ich renne überall gegen und drücke beim schreiben immer zwei Tasten. Also ruhig sitzen bleiben und warten bis es vorbei geht. 7.10.2008 Heute ist wieder Dienstag aber ein besonderer. Ich mache erst, wie jeden Dienstag Krankengymnastik. Dann fahre ich mit Petra nach Büchen wo sie bis 16 Uhr arbeiten muss. Dann treffen wir uns mit unseren Vermieter bei unserer neuen Wohnung und Wir bekommen die Schlüssel. Jetzt fängt eine große Besichtigung und ein wildes messen an. Wir sehen, dass die Zimmer doch größer sind als wir dachten. Lampearien und Fenster müssen vorher noch einmal gestrichen werden. Es ist schon eine gewaltige Umstellung von 180 auf 50 qm Aber wir sehen es positiv. Für uns ist es eine Flucht von der Stadt in die Natur und von der Hektik zur Ruhe. 8.10.2008 Wir fahren zu einen Baumarkt und kaufen alles ein, was wir uns Gestern aufgeschrieben haben. Petra setzt mich beim Logopäden ab und fährt zu Arbeit. Anschließend fahren wir noch einkaufen. Die übrige Zeit verbringe ich dann mit spielen. 9.10.2008 Es ist wieder Donnerstag und ich habe Ergotherapie. Anschließend fahre ich mit Petra nach Büchen um in unserer neuen Wohnung zu malen. Ich bin hinterher so kaputt als ob ich eine ganze Wohnung restauriert habe. Um 19,20 Uhr holt Petra mich nach der Arbeit wieder ab, und wir fahren nach Hause. 10.10.2008 Heute, muss ich wieder zum Arzt der mich wieder krankschreiben muss. Die Krankenkasse und die Arge wollen es so. Es gibt keine Chronische Krankheit. Sie muss immer neu bestätigt werden. Den Rest des Tages verbringen wir mit der Renovierung unserer neuen Wohnung. 11.10.2008 Die Arge hat uns zwar zu diesen Umzug gezwungen, zahlt aber von diesen, nur ein Leihauto. Wie man als Behinderter die neue Wohnung zurecht macht und wie man den Umzug bewältigt ist ihnen gleich. Soviel zu 40 Jahren eingezahlten Steuern und Arbeitloseengeld und Krankenkassenbeiträgen. Ich schicke also 3 Angebote für Leihwagen und meine neue Krankmeldung an die Arge und der Krankenkasse. Ansonsten transportieren wir wieder Sachen in die neue Wohnung und versuchen zu renovieren. 12.10.2008 Heute ist ein besonderer Tag. Meine Eltern hätten Heute Hochzeitstag den 66. Den 50. haben wir noch zusammen auf Teneriffa gefeiert. Wir Kinder sind ihnen nachgereist. Jetzt sind sie beide nicht mehr am leben und haben es nicht mehr mitbekommen, dass ich krank geworden bin. Es gibt doch noch was Gutes im Alter. Die Krankheit hat jetzt wohl ein Stillstand, kommt dieses von meinen Therapien ? Ansonsten habe ich alle meine Therapien für diese Woche abgesagt. Der Umzug hält uns in Stress. 13.10.2008 Ich habe Heute in Büchen gemahlen und wir sind um 17 Uhr zum Möbelhaus und zum Baumarkt gefahren, da wir noch Sachen brauchten für Büchen. Es geht mir den Umständen entsprechend. Mir tun die Füße weh und ich bin sehr abgespannt. 14.10.2008 Wir waren beim Arbeitsamt in Schwarzenbek, da wir nach Büchen ziehen, ist Reinbek nicht mehr zuständig für uns. Dort erfuhren wir, dass wir alle Papiere die wir vor einer Woche in Reinbek abgegeben haben noch einmal in Schwarzenbek abgeben müssen, da ein Amt nicht in der Lage ist die Informationen An das andere Amt zu senden. Anschließend geht Petra noch zur Arbeit und ich bringe Dinge von der alten Wohnung in die neue. Dann holt Petra mich wieder ab und wir fahren nach Hause. 15.10.2008 Heute haben wir mit 2 Mann über 2 Stunden damit verbracht unsere Unterlagen für das Arbeitsamt zusammen zu sammeln. Nachmittags kamen die Kinder uns in Büchen besuchen wo wir noch restliche Arbeiten vor den Umzug der am Samstag erfolgen soll ausführten. 16.10.2008 Ich habe in Augenblick wenig Zeit zu schreiben. Der bevorstehende Umzug macht viel Arbeit. Meine Krankheit macht immer mehr Probleme beim gucken. Wir bereiten dann noch die neue Wohnung in Büchen für den Umzug vor. 17.10.2008 Heute ist unser 33. Hochzeitstag. Wir fuhren in der Früh zum Arbeitsamt nach Schwarzenbek. Wir hatten dort um 7,30 Uhr ein Termin bei einer aus unserer Sicht sehr netten Sachbearbeiterin. Anschließend fuhren wir zu unserer alten Wohnung und bereiteten den Umzug vor. Um 17 Uhr gehen wir mit Jessica und Mark zum essen. 18.10.2008 Tag des Umzuges. Wir holten 2 Wagen von einer Leihfirma und mussten 2 x fahren. Büchen wir kommen. Es war sehr anstrengend obwohl ich wenig getan habe und viele Helfer gehabt habe. Um 17,00 Uhr waren wir mit unseren Sachen drüben. Unsere Tochter mit ihrem Mann bauten noch unser Wasserbett auf und machten die Stube so. dass man sich setzen konnte. Dann fuhren sie nach Hause und wir gingen schlafen, 19.10.2008 Um 12.00 Uhr sind wir mit Jessica und Mark in der Falkenstr. verabredet um die Katzen nach zu holen. Es gehrt besser als wir dachten. Anschließend halfen Jessica und Mark uns noch bei einigen Arbeiten in der neuen Wohnung. Ich bin dank meiner Krankheit völlig erschöpft und lege mich früh hin. 20.10.2008 Petra geht um 8.00 Uhr zu Fuß zu Arbeit. Was durch unseren neuen Wohnsitz möglich ist. Sie braucht nur noch 7 Minuten anstatt 40 Minuten Autofahrt. Die Ersparnis ist fast unsere Miete. Aber ich wollte doch über die Ataxie berichten. Ich mache in der Zeit Arbeiten die ich noch ausführen kann, alles viel langsamer wie gewohnt und immer das Gefühl gleich mit den Sachen die ich gerade in der Hand halte auf den Boden zu liegen. In der Dunkelheit sitzen wir bis zum schlafen gehen noch am Computer. 21.10.2008 Heute habe ich noch einmal Gymnastik in Hamburg, die aber wegen Krankheit der Therapeutin ausfällt. So komme ich früher in den Genus mit der Bahn nach Hause zu fahren. Es geht sehr gut. Nur hätte ich mehr bezahlt wenn ich den Preis nicht vorher von meiner Tochter gesagt bekommen hätte. Den Busfahrer war es egal, ob ich 1,40 Euro für die Fahrt mehr bezahlen musste. Aber mir war es nicht egal da ich diese Fahrt sechsmal die Woche machen sollte. Ich bin nicht geizig. Aber für das Geld kann ich schon wieder telefonieren. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Arbeiten an meiner neuen Wohnung. Übrigens ist es nicht leicht behindert zu sein und keiner kann es erkennen. Man wird gerade bei schwierigen Aufgaben z. B. Bahnfahren immer normal behandelt. Dabei währe ich dankbar für jegliche Hilfe. Dieses fängt bei den Preisen an, und hört mit der richtigen Zuweisung des Zuges auf. Sehr schnell sitzt man in einen falschen Zug und landet da wo man gar nicht hin will. Dieses kostet nicht nur mehr Geld, es wird dann auch als schwarzfahren gewährtet. Übrigens währe ich auch darüber dankbar, wenn ein Busfahrer ein bisschen mehr auf uns achten würde und nicht schon anfährt wenn wir noch im Gang sind. Etwas mehr Rücksicht währe also angebracht. 22.10.2008 Petra bringt mich nach den aufstehen und den frühstücken nach Hamburg zu meiner Logopädie inzwischen gräbt sie in unseren alten Garten die Buchsbaumhecke aus um sie in Büchen wieder in unser neuen Garten zu pflanzen. Ich gehe zu Fuß zurück und sage alle meine Therapien in Hamburg ab. Dann fahren wir wieder nach Büchen wo wir uns um unsere neue Wohnung kümmern. Zwischenzeitlich holt Petras Chef noch eine Vitrine ab. 23.10.2008 Wir haben einen Behördentag. Wir melden uns als ordentliche Bürger in Büchen an. Die Abmeldung geht in Barsbüttel dann von Büchen aus. Wir waren überrascht, dass wir kein Wohnsitznachweis erbringen mussten. Wir wurden sehr freundlich von der Beamtin in Büchen aufgenommen und bekamen noch eine Mappe voll Informationen über Büchen und der Umgebung mit. Dann fuhren wir noch einkaufen und tankten. Ich bin auf den Rücken gefallen und habe große Schmerzen in diesen Bereich. Wenn man Probleme mit dem Gleichgewicht hat, soll man sich auch so bewegen. Ansonsten hänge ich noch Bilder auf und Petra arbeitet. An und für sich soll ich ja nicht auf eine Leiter wegen meiner Gleichgewichtsprobleme. Aber richte mal eine Wohnung ein ohne Leiter schon mal wenn sie 3 Meter hoch ist. Man muss sich mal vorstellen, dass ich durch diese Krankheit kein Einkommen mehr habe und die Arge mich zu diesen Umzug gezwungen hat. Obwohl ich selbst nicht in der Lage bin, so einen Umzug durchzuführen. Die Aussage der Arge war „sie haben sicherlich ein paar Freunde die mit anpacken“ Die Arge war nicht einmal bereit die Kosten die sie mir mit dem Umzug machten zu übernehmen. Es ist nicht schön in diesen Land chronisch Krank zu sein. Es sollte doch ein Ärztlicher Bericht über diese Krankheit reichen. Dieses nehme ich aber nicht so hin und werde mich diesbezüglich schlau machen. 24.10.2008 Ich arbeite in Schuppen wo noch ca. 50 Kartons stehen. Nicht auszumalen wenn wir nicht im Vorwege schon ca. 80% verkauft oder verschenkt hätten. Ansonsten warten wir auf unseren neuen Kleiderschrank der dann später mit Mark und Jessica aufgebaut werden soll. Dieser kommt um 18,00 Uhr und wird dann aufgebaut. Dieses machen Jessica und Mark da meine Kraft und meine Geschicklichkeit nicht mehr ausreichen. Kurz nach 19,00 Uhr kommt Petra von der Arbeit und entsorgt noch die Verpackung. Jessica und Mark fahren anschließend nach Hause und wir gehen erschöpft ins Bett. 25.10.2008 Um 6,45 Uhr ist Tag den Petra muss zu Arbeit. Vorher wird sie noch ein bisschen einkaufen. Dieses müssen wir auch geschickt machen, da noch kein Kühlschrank vorhanden ist. Unser Kühlschrank haben wir natürlich in der Einbauküche in der Falkenstr. gelassen. Ein neuer kommt erst in Januar in Frage. Jetzt muss ich aber unsere Wäsche so vorbereiten, dass Petra sie nachher in unseren Kleiderschrank räumen kann. Endlich Ordnung. Seit dem ich weniger Ordnung in mir finde, verlange ich diese von meiner Umwelt. Heute Nachmittag kommt noch mein Bruder mit seiner Frau und Ulrike aus Dänemark. Ulrike wird einige Nächte bei uns schlafen. Ich bau die Böden in den Kleiderschrank leider hat man die Löcher hierfür nicht gebohrt. Ich ärger mich über meine Ungeschicklichkeit so, dass ich erst mal Gartenarbeit mache um mich abzureagieren. Mein Bruder und meine Schwägerin kommen uns besuchen. Es stellt sich heraus, dass der Kleiderschrank doch so richtig ist. Ich bin nur von falschen Vorraussetzungen ausgegangen. Ja mein Kopf hat doch was abbekommen. Petra kommt von der Arbeit und wir haben schon wieder einiges geschafft. Die Waschmaschine läuft und mein Bruder bekommt den Schrank hin. 26.10.2008 Wir stehen um 8.00 Uhr auf aber es war erst 7.00 Uhr da man die Uhr um 1 Stunde zurück gestellt hat. Wir frühstücken mit Ulrike und räumen das Wohnzimmer um. Das dritte mal aber wir wohnen ja schon eine Woche hier. Wir fahren nach Barsbüttel da Ulrike noch Möbel in unseren Haus hat. Dann fuhren wir wieder nach Hause, komisch bis vor kurzen war Barsbüttel unser zu Hause. Aber man nennt sein zu Hause wo man gerade wohnt. Wir fühlen uns in Büchen sehr wohl. Abends duschen wir noch und Petra schneidet meine Haare. Es besucht uns noch eine fremde Katze und unsere Katzen reagieren sehr gut auf unser Besuch der von außen auf unsere Fensterbank sitzt. Wir gehen früh schlafen. 27.10.2008 Wir stehen um 8.00 Uhr auf und frühstücken. Dann arbeiten wir in der Wohnung, in der Küche fällt ein Glasbord von der Wand und bricht viele Sachen entzwei. Wir haben viel Arbeit davon und es wird mit der Zeit knapp da Petra ja um 11.30 zur Arbeit muss. Ich telefoniere sehr lange mit Fa. Höfer von einer Telefonzelle aus. Dieses verschlingt fast mein ganzes Kleingeld. Die anderen Telefonate die ich noch führen wollte, muss ich nun schriftlich machen. Ich gehe nun nach Hause und schreibe den Rest am Computer. 28.10.2008 Ich räume die Schuppen auf, die ich 1 und 2 getauft habe. Nehme alles aus den Kartons und packe es in Satten. Dieses mache ich um die Feuchtigkeit auszuschließen, die die Kartons dann angreifen würde. Außerdem werde ich die Kartons los bekomme eine Übersicht was noch alles im Schuppen liegt und habe auch noch mehr Platz. Um 14.30 gehen wir außer Haus, Petra zu Arbeit und ich Briefmarken kaufen um meine anstehende Post zu bewerkstelligen. Hinterher kommt Petra wieder von der Arbeit und wir machen uns ein gemütlichen Abend mit Musik und ein Feierabendbier. Ich kann jetzt meine Kraft besser einteilen, was ich erst lernen musste. Das ist nicht so einfach wie es sich anhört, ich habe mich häufig überschätzt. Ich merkte dieses immer wenn man mit Sachen in der Hand hingefallen ist oder man arbeitet unkonzentriert. Man muss aufhören bevor es zu diesen Sachen kommt. Aber man macht diese Fehler aus Ehrgeiz. 29.10.2008 Heute kommt mein Bruder und baut mir meine Gradrobe an und macht ein Bord in unseren Kleiderschrank. Er kommt extra aus Hamburg um mir zu helfen. Nur zum Verständnis, ich bin Handwerksmeister und habe ein Betrieb mit 38 Angestellten gehabt. Dieses habe ich alles durch die Krankheit verloren. Ich bin ungeschickt und kriege die einfachsten Dinge nicht auf die Reihe. Das zu begreifen ist am Schwierigsten. Am Anfang will man noch alles selbst machen aber es gelingt nicht. Zusehern wie andere das machen ist aber auch nicht leicht. es bleibt aber nichts anderes über. Lieber mach ich die Fehler selbst es ist einfacher. Es ist für mich schon schwierig zu begreifen, wie ist es für andere ? Andere Betroffene haben eine Art entwickelt, dieses gleichgültig zu sehen. Ich weiß nicht ob dieses richtig ist. Sie lassen es machen oder es wird nicht gemacht. Nachmittags versuche ich den Carport frei zu bekommen, es gelingt mir an diesen Tag nicht. 30.10.2008 Der morgen fängt gut an, gleich nach dem aufstehen hören wir Geräusche aus dem 1.Stock. Es war ein Wasserrohrbruch der sich in unseren Flur breit machte und diesen unter Wasser setzte. Der Hausbesitzer kam und drehte das Wasser für die obere Wohnung ab. Ich räume den Carport leer, befestige Borte im Schuppen und bin nicht nur nass da es regnet sondern auch fertig. Ich verpasse mal wieder den Moment wo ich aufhören muss. Aber man möchte doch auch fertig werden. Was ist wichtiger? Ich höre ca. 13.30 Uhr mit den arbeiten auf wobei ich mir natürlich Schürfwunden an der rechten Hand zuziehe. Jetzt gebe ich nur noch zu Post und besuche Petra im Geschäft. Dann gehe ich nach Hause und wir lassen den Tag ruhig ausklingen. 31.10.2008 Helloween am 31.10. dass ist Heute, wir haben schon süßes gekauft. Wir sind jetzt auch fertig mit dem unterbringen von allen Sachen die vom Umzug noch kein Platz unter einen Dach hatten. Ja es ist nicht einfach von 180 qm. auf 50 qm. zu ziehen. Doch es gefällt uns, wir müssen natürlich auch an meine Belange denken die die Krankheit mir auferlegt. Das heißt ebenerdig, Erdgeschoss. Im alten Haus hatten wir 31 Stufen, dass ging gar nicht. Jetzt warten wir den Winter ab und erkunden die Gegend. Wir wohnen jetzt da wo andere Urlaub machen. Abends kommen noch verkleidete Kinder und rummeln. |