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1.1.2009 Wir schliefen wie es sich für den 1.1. gehört erst einmal aus, dann machten wir zusammen ein gemütliches Frühstück. Danach gingen wir am Elbe-Lübeckkanal spazieren. Dieses war sehr schön, da es nicht mehr so kalt war. Heike und Peter fuhren anschließend dann nach Haus und wir stellten unsere Möbel wieder so hin, wie wir es in Augenblick für uns gut finden. Peter hat Mütze und Handschuhe bei uns vergessen. Wir hoffen er hat noch mehr. Wir essen noch was von Sylvester übrig geblieben ist. Dieses soll zeigen, dass man, wenn man sich bemüht, auch die alten Freunde für ein da sind. Es würde mir schwer fallen auch noch alte Freunde zu verlieren. Ich habe jetzt durch die Ataxie ein Einblick wie es ist, wenn es Bekannten zu schwer fällt die Tatsache anzuerkennen. Natürlich bin ich ein anderer Mensch geworden, nur verlangt nicht die Ethik eine Anerkennung. Man sollte überlegen, ob die Freunde die sich jetzt distanzieren jemals richtige Freunde waren. Oder halte diese Freunde nur den Kontakt, da es Interessant ist. 2.1.2009 Unser Kater Gismo heißt jetzt Mogli. Wir finden, dass er einen friedlicheren Namen verdient hat. Ich bringe ihn was zu essen und Petra geht zu Arbeit. Anschließend gehe ich noch zu Post und bringe Flaschen weg. Um 10,00 Uhr hole ich Petra von der Arbeit ab. Um 15,00 Uhr muss sie wieder hin. Den Rest des Tages verbringe ich mit saubermachen was ich noch kann. Ich habe starke Einschränkungen im sehen und der Bewegung. Doch sollte man das machen was man sich noch zutraut. Ich überschätze mich dabei gerne, aber die Quittung kommt sofort dafür. Ich liege rum und wunder mich. Obwohl ich dies weiß, habe ich es wohl noch nicht begriffen. Ich ärgere mich über die Nachrichten, eine Frau und eine Minister sind beim Skifahren zusammenstoßen. Die Frau kam bei diesem Zusammenstoß ums Leben der Minister wurde dabei verletzt. Was mich dabei aufregt ist, die gestorbene Frau wird nur am Rande mit erwähnt, viel wichtiger ist die Verletzung des Ministers. Typisch für diese Welt. Die Telefongesellschaft die am 23.12. nicht da war, verlang jetzt eine Eidestadtliche Erklärung von mir das sie nicht da waren. Wer hat denn den Termin versaut. Das heißt für mich, noch einmal zu Post und noch mehr Ausgaben für die Fehler der anderen. Ich erwäge meine Kosten denen in Rechung zu stellen. Ich teilte der Gesellschaft auch mit, dass ich behindert bin und eventuell Hilfe holen muss. Es interessiert keinen, jetzt kann ich mich wieder über unsere Gesellschaft aufregen. Es wird nur reagiert wenn man die Voraussetzungen erfüllt, aber wenn man diese durch eine Behinderung nicht erfüllen kann hat man schlechte Karten. 3.1.2009 Petra wacht auf und denkt sie bekommt eine Grippe. Aber es zerschlug sich im laufe des Tages. Wir wollten uns eine Mikrowelle kaufen. Wir waren in Mölln, Schwarzenbek und gekauft haben wir sie in Hamburg. Sie war so günstig, dass sich die ganze Fahrerei gelohnt hat. Am Nachmittag fahren wir zurück. Ich bin froh, dass ich wieder auf dem Lande bin wo alles einen anderen Zeitablauf hat. Ich baue die Mikrowelle auf und setze mich dann an den Computer und schreibe. 4.1.2009 Heute hat mein Schulkamerad Geburtstag, leider habe ich keinen Kontakt mehr. Ich mache die Hauseingangstür sauber, die hatte es nötig. Dann kommt Jessica mit ihrer Schnecke zum Haarmachen. Um 13.00 Uhr fahren sie wieder, da noch ein Geburtstag anliegt. Ich fummle noch an meinen Computer rum, da der Drucker nicht geht. Aber ich habe kein Erfolg damit. Sonst habe ich erst aufgegeben wenn ich das Problem gelöst habe. Jetzt vertage ich Probleme gerne auf einen anderen Zeitpunkt. Dieses führe ich auch auf fehlende Nerven zurück, da ich mich nicht lange mit einer Sache beschäftigen kann ohne die Nerven zu verlieren. Die Sachen die ich angehe müssen immer schneller und ohne Probleme von statten gehen. 5.1.2009 Es ist Montag und es liegt wieder Logopädie an. Ich lerne einiges über das Sprechen und atmen. Ich hoffe ich kann auch alles im täglichen Leben umsetzen. Anschließend hole ich noch ein Besen und mache für unsere Katzen was zu Essen. 6.1.2009 Ich stehe früh auf da Petra um 7.00 Uhr ihr Geschäft aufmacht. Dann versuche ich den Drucker in Betrieb zu bringen, vergeblich. Ich stelle den Müll nach vorne der aber leider in der Tonne festgefroren ist und deshalb nicht entleert wird. Abends sehen wir noch fern und gehen rechtzeitig ins Bett, da Morgen um 7.00 Uhr der Wecker klingelt. 7.1.2009 Wie gesagt klingelt um 7.00 Uhr der Wecker, da ich zu Krankengymnastik geh. Meine Therapeutin war nicht da, da sie einen Unfall mit dem Wagen gehabt hat. Gott sei Dank nur Prellungen. Ich hoffe es ist nicht so schlimm für sie und gehe nach der Gymnastik die jetzt ein Mann ausführte nach Hause. Anschließend putze ich das Fenster im Reikizimmer. Wir finden das es nötig ist. Hierbei sehe ich, dass unsere Vögel was zu essen brauchen. Dieses werde ich machen, wenn Petra zu Arbeit ist. Auch werde ich wie jeden Tag 20 Minuten auf mein Fahrrad gehen um meine Kondition zu erhalten. Ich weiß, dass ein Mann mit fast 60 Jahren nicht die Fittniß wie ein Junger Mensch haben kann, aber ich habe mir ja zum Jahreswechsel vorgenommen noch mehr für mich zu machen. Wobei es Quatsch ist hier den Jahreswechsel zu erwähnen. Ich war immer im Leben ein Sportler und werde dieses bei meiner Krankheit auch weiterhin machen. Ich bin der Meinung, dass mir dieses jetzt sehr hilft. Ich gehe Übungen anders an wie andere. Ich wundere mich über mich selbst, dass ich Übungen, die ich früher leicht ausgeführt habe, Heute mit Schwierigkeiten mache. 8.1.2009 Es ist Donnerstag, und ich habe keine Therapien. Ich werde trotzdem turnen und auf mein Fahrrad gehen. Zwischendurch mache ich immer Übungen die ich in der Logopädie gelernt habe. Ich hoffe, dass dieses mir hilft die Ataxie länger heraus zu zögern. Ich weiß, dass ich sie nicht verhindern kann aber ich werde versuchen, sie solange ich kann heraus zu zögern. Das habe ich mir fest vorgenommen. 9.1.2009 Es ist endlich der Grundbuchauszug für die Falkenstrasse da. Diese werden wir gleich an die Versicherung weiter senden damit die wissen, dass ein Besitzerwechsel stattgefunden hat. Einen Notar glauben die wohl nicht. Heute kaufen wir für Mark zum Geburtstag was zum naschen. Er hat am Samstag Geburtstag, und wir haben mit Jessica zusammengelegt um eine Sonnenbrille in seiner Sehstärke zu kaufen. Bei der Ergotherapie haben wir mehr über meine Schwierigkeiten gesprochen um gezielt daran zu arbeiten. Das halte ich auch für sehr wichtig, da ich an meinen Schwächen besser arbeiten kann. Danach versetzen wir unser Kleiderschrank. Ich muss erst lernen solche Arbeiten in mein Tempo auszuführen. Aber es klappt immer besser. Ich lerne mit meiner neuen Geschwindigkeit und meine jetzigen Fähigkeiten umzugehen. Ich brauche mehr Zeit und Ruhe zum arbeiten. 10.1.2009 Mark hat Heute Geburtstag, wir fahren nach dem Petra gearbeitet hat hin. Ich arbeite am Kleiderschrank und mache den Griff von der Haustür wieder fest. Somit habe ich immer was zu tun und muss mich bewegen. Bewegung halte ich für sehr wichtig, da ich merke wie eingeschränkt ich schon bin. Bewegen fällt mir schwer, aber ich muss sie machen auch wenn es unbequem ist und weh tut. Es sieht wirklich nicht gut aus, wenn man aus dem Auto klettert. Doch es sieht noch schlechter aus, wenn man nicht mehr herauskommt. Wir sind um 1.00 Uhr von Mark sein Geburtstag zurück und sehen noch ein bisschen Fernseh. Dann gehen wir um 2.00 Uhr ins Bett. 11.1.2009 Wir schlafen erst einmal aus und frühstücken. Dann räumen wir auf und machen sauber. Ich habe bemerkt, dass auch die Muskulatur von der Blase nachlässt. Wenn man die ersten Anzeichen hat, dass man mal auf Toilette muss, sollte man sehen, dass man eine findet, sonst bekommt man Schwierigkeiten. Jetzt gehe ich noch auf mein Fahrrad, denn die Kondition kommt nicht von alleine. Nachmittags sehe ich mir eine CD an, die Mark für uns gemacht hat. Es sind alles Lieder drauf die uns im Leben begleitet haben. Wir
lassen den Tag ruhig ausklingen. 12.1.2009 Ich habe noch gar nicht erwähnt wie wir vor der Ataxie gelebt haben. Es war ein aufregendes Leben mit viel Reisen und viel Arbeit. Petra war selbständig und ich war auch selbstständig, uns hat es nie an Geld gemangelt. Wir sind auf der ganzen Welt rumgekommen und haben kein Gedanken daran verschwendet, dass es irgendeinmal zu Ende ist. Es ist auch gut so, kein Gedanken an eine Krankheit zu verschwenden. Denn man würde nur auf einzelne Symptome warten. Heute hatte ich Logopädie und einen guten Tag. Das werde ich gleich ausnutzen und in der Weltgeschichte rumlaufen. Ich kaufe ein und besuche Petra auf der Arbeit. Telefoniere und denke darüber nach, was gewesen wäre wenn ich nicht krank geworden wäre. Alles wäre anders. Ich wäre Heute nicht hier ohne diese Ataxie. Sie ist deshalb nicht toll. Aber man sollte sich die guten Seiten einmal ansehen. Ich weiß auch das man mehr Nachteile dadurch hat, aber diese aufzuzählen würde ein nur starrsinnig und vergrämt machen. Ich hatte einmal ein Spiegel von der DHAG bekommen, darauf stand „ du bist einzigartig“ jetzt erst habe ich die Bedeutung begriffen. Eine lange Leitung ist besser als gar keine. Den Tag lassen wir vor den Fernseher ausklingen. 13.1.2009 Heute ist der Tag an den wir endlich Telefon kriegen sollen. Nach der frechen Behauptung wir waren am Tag der Inbetriebnahme nicht da, haben sie auch noch die Grundgebühr für Dezember von unser Konto gebucht. Ich habe diesbezüglich ein Problem größeren Firmen eine Einzugsermächtigung zu geben. Ich habe schon schlechte Erfahrung auf diesen Gebiet gemacht und habe einer großen Firma die Einzugsermächtigung entzogen. Es kann nicht sein, wenn in diesen großen Firmen ein Fehler gemacht wird, dass man den mit vielen Kosten und zeitlichen sowie finanziellen Aufwand dann zu sein Recht kommt. Diesen Aufwand bekommt man nicht ersetzt. Im Falle unseres Telefons musste ich eine Eidesstattliche Erklärung abgeben, dass ich zu Haus war. Bei kleineren Firmen würde man Anrufen und auf die Zusammenarbeit verzichten. Auch soll Heute unser zweiter Schrank geliefert werden. Wir bekommen immer mehr Ordnung in unseren Haushalt. Ich mache in der Zeit noch Feuerholz. Wir haben zwar jetzt eine Heizung doch benutzen wir den Ofen noch zusätzlich. 14.1.2009 Am Mittwoch habe ich jetzt immer Krankengymnastik, was mir sehr gut gefiel. Anschließend baute ich uns noch einen Schrank zusammen und erfuhr ganz nebenbei, dass ich nur telefonieren kann, wenn mein Internet läuft. Ich betrachte alles als Therapie für mich. So kann ich alles ertragen und mir auch erklären, da ich sonst wegen fehlender Nerven es bestimmt nicht aushalten könnte. Ich bin nun mal ein bisschen langsamer, aber die Umwelt ist so schnell geblieben, ich merke, dass ich mich langsam von der Hektik der Gesellschaft entferne. Dieses muss ich tun, da ich mit dieser Geschwindigkeit nicht mithalten kann. Dieses sehe ich nicht, als ein entfernen von der Gesellschaft, sondern ist ausschließlich zu meinen Schutz da. Man soll am Leben teilhaben, aber nur so weit, wie man kann. 15,1,2009 Es ist ein besonderer Tag, wir fahren um 11 Uhr zu Heike und Peter nach Hamburg. Wir frühstücken zusammen und klönen, dann müssen wir zu Dr. Hamer der mich ja 1 x in Monat untersucht und mit mir spricht. Anschließend machen wir noch die Hausübergabe in Barsbüttel. Wir sind um 17,00 Uhr zurück in Büchen und freuen uns, dass alles so gut geklappt hat. 16.1.2009 Freitag ist wieder und ich gehe zu Ergotherapie. Anschließend kümmre ich mich noch um unserer Telefon, was ja seit Gestern geht. Petra muss ja um 15 Uhr zu Arbeit und ich arbeite weiter an unser Telefon. So eben bekomme ich ein Brief von der Bank, dass für die Falkenstr. kein Versicherungsschutz besteht. Obwohl ich bis Ende Januar bezahlt habe und der Versicherung den Vertrag des Notars und den Grundbuchauszug geschickt habe. Die Bank weis doch, dass wir die Falkenstraße zum 15.1. verkauft haben. Ich ärgere mich zum einen, dass wir damit belästigt werden und das Geld dafür ausgegeben wird was sowieso schon klar ist. Gibt es bei der Bank keine Kundenakte ? Es kann nicht sein, dass ich mich erst bei 5 Sachbearbeiter als erkrankter darstellen muss damit die Bank nicht merkt, dass kein Geld mehr kommt. Ich brauche auch keine Angebote die wegen meiner Erkrankung hinterher abgelehnt werden. Ich will nur meine Ruhe. 17.1.2009 Es hat meine Petra Geburtstag, dieses möchte ich gerne zum Anlas nehmen um die Probleme der Partner noch einmal zu erwähnen. Wir haben dadurch das wir erkrankt sind uns einige Eigenarten angewöhnt besonders die, die Nerven verloren haben. Wir suchen nach Lösungen die es uns einfacher machen. Haben wir eine gefunden und unser Partner hat sich darauf eingestellt, haben wir schon eine andere Möglichkeit gefunden. Wenn den der Partner mit der „alten“ Lösung kommt, reagieren wir nicht gut darauf. Aber es ist doch gut gemeint. Auch wir sollten mehr Verständnis für ihre Situation aufbringen. Wir haben alle von den neuen Erkenntnissen gelernt, doch müssen wir an neuen Erkenntnissen arbeiten. Jetzt noch einmal zum Geburtstag von Petra. Es haben schon eine Menge Leute angerufen. Wir freuen uns auch auf den Besuch. Petras Freundin kommen mit ihren Männern. Jessica und Mark kommen am Nachmittag und machen für Petra besondere Überraschungen. Auch Heinz, Marks Vater kommt uns besuchen. Er wohnt normaler Weise auf Teneriffa ist aber zu Zeit hier in Hamburg. Jessica richtet uns noch neue Programme auf unseren Computer ein. Nun können wir auch E-Mails versenden und empfangen. Was auch kräftig gemacht wird. 18.1.2009 Ich habe mich entschlossen nur ein Jahr der Krankheit auf zu schreiben. Sonst wiederholt sich so viel und es wird langweilig. Es ist sowieso nur für Betroffene und Interessierte gut zu lesen. Heute ist Sonntag und wir werden den Tag ganz ruhig verbringen. Ich erwarte noch eine E-Mail von Jessica und werde dann E-Mails versenden wie ein, ja wer versendet dann ganz viel E-Mails. 19.1.2009 Es ist Montag und ich gehe zur Logopädie hinterher mache ich Feststellungen die zu meinen Krankheitsverlauf gehören die ich aber umgesetzt habe ohne daran zu denken, dass es mit der Krankheit zusammen hängt. Ich erledige niemals Dinge durcheinander, alles wird Punkt für Punkt erledigt. Die Reihenfolge kommt da schon mal durcheinander. Auch sind diese Erledigungen für mich sehr schwierig. Ich bin über jede Sache die ich erledigt habe sehr froh. 20.1.2009 Heute ist normalerweise Petras freier Tag, doch ihr Chef rief an und bat, dass sie das Geschäft öffnet, da es sein Hund Lisa nicht gut geht und er mit ihr erst einmal zum Arzt muss. Petra macht das Geschäft auf und ich gehe zur Gymnastik. Auf den Weg dorthin besuche ich sie noch im Laden. Ich wasche ab und mache noch andere Arbeiten im Hause. 21.1.2009 Petra kämpft mit einer Erkältung und ich mit meinem Drucker. Es ist gar nicht mal so leicht sich zu bewegen und die richtigen Gedanken zu fassen. Ich versuche es trotzdem, ich möchte auch von Kopf her fitt bleiben. Ich habe dank der neuen E- Mail Adresse jetzt einen besseren Kontakt zu Behörden und Freunden. Die letzten haben sich im laufe unseres Lebens von Dänemark bis Spanien verteilt. Mit beiden hatten wir schon Kontakt. Auch das ummelden unseres Fahrzeug geht besser. Ich gehe noch auf mein Fahrrad und lasse sonst den Tag ruhig ausklingen. 22.1.2009 Ich dachte es ist ein ganz normaler Tag. Aber er sollte sich positiver entwickeln als ein normaler Tag. Die Versicherung hat geschrieben, dass der Vertrag jetzt so ausläuft wie ich es mir dachte. Ein Gespräch währe hier wohl die Lösung gewesen. Unsere Sparkasse hat sich gemeldet, es läuft alles so wie wir es wollten. Hoffentlich ist das Thema Hausverkauf bald abgeschlossen damit ich in Ruhe meine Krankheit erleben kann. 23.1.2009 Es ist wieder Freitag und ich gehe zu Ergotherapie. Wir machen was für die Hände. Jetzt kaufen wir noch was für das Wochenende ein und holen uns noch eine Wäscheleine und eine Duschmatte, damit ich sicherer stehen kann. Es ist immer wieder wichtig auf das Umfeld zu achten. Sicherheit geht vor. Petra geht um 15,00 Uhr zu Arbeit und ich schreibe und sehe mir unsere E-Mails an. Auch werde ich mich um Online-Banking bemühen da es immer Schwieriger wird zu Bank zu gehen. Noch mal. man muss sich um all diese Sachen kümmern wenn es einen noch leicht fällt. Später wird es einen mehr Mühe bereiten und andere die ein behilflich sind gibt es sehr wenig. 24.1.2009 Meine Schwester hat Heute Geburtstag, ich werde sie noch anrufen. Petra hat ihr Kampf mit der Erkältung gewonnen, ich habe wohl mein Kampf mit den Drucker verloren. Der Tag ist kein besonderer, ich mache Gartenarbeit und ein bisschen im Haus bis Petra von der Arbeit kommt. Dann wird gegessen, es gib Gemüse, Frikadellen und Kartoffeln. Ansonsten lassen wir fünfe gerade sein. 25.1.2009 Meine Sehleistung hat stark nachgelassen, ich habe aufgehört bei widrigen Lichtverhältnissen mir schwere Sachen anzusehen. Das Manko an der Sache ist, dass Augenärzte nicht von der Krankheit wissen, die eine Ablösung der Netzhaut beinhaltet. Man wird wie ein schlecht sehender Mensch behandelt und es kommt hierdurch zu verkehrten Maßnahmen. Hier muss man selbst eingreifen. Heute ist Sonntag und ich mache einige Arbeiten am Haus und Garten. Unser draußen Kater Mogli hat eine Maus gefangen. Ich lobe ihn und er wird genauso wie meine Vögel Gefüttert. Ansonsten sehen wir uns einen Film in Fernsehen an und gehen dann zu Bett. 26.1.2009 Ich habe über vieles in meinem Leben schon gelacht, aber das Arbeitsamt ist das Größte. Man hat mir geschrieben, dass man mich gerne wieder arbeiten sehen würde und hat einen Termin für mich festgelegt. Nach einem Gespräch mit einer Dame wurde mir gesagt man wird mich noch einmal von der Behörde untersuchen.. Ich faxe die Unterlagen von meinen Arzt und den Krankenhaus rüber und gab am Telephon bekannt, dass ich an einer behördlichen Untersuchung kein Interesse habe. Mal sehen was passiert. Sonst gehe ich zur Logopädie und merke, dass es mir immer schwerer fällt Worte raus zu bringen. Ich nehme mir vor an diesen Punkt noch intensiver zu arbeiten. 27.1.2009 Eine Begutachtung oder eine sogenannte Untersuchung vom Amt habe ich schon einmal gehabt. Mit Zunge ausstecken und gehen und lesen sie mal ist es nicht getan. Nicht umsonst habe ich die vielen Untersuchungen und den Krankenhausaufenthalt gemacht. Ich verstehe nicht, weshalb die Behörde nicht auf diese Berichte zurückgreifen können und noch mal eine gesonderte Untersuchung ansetzen will. Mir drängt sich der Verdacht auf, dass man nur einen Steuerzahler braucht. Das kann es doch nicht sein. Ich habe ein Bericht vom Arzt, einem vom Krankenheus und einem von der Kur das müsste doch reichen. Ich brauche jetzt doch nicht die Bestätigung eines Amtsarztes um Krank zu sein. Das bin ich auch so, dass kann ich merken. Deshalb habe ich die Ärzte ja aufgesucht. Aber nun zum täglichen Leben. Petra hat frei und wir machen Hausarbeit und kaufen ein. Ich gehe noch auf mein Fahrrad um mich ein bisschen fitt zu halten. Ansonsten holen wir noch ein und lassen den Tag ruhig ausklingen. 28.1.2009 Ich habe von Online-Banking geschrieben, dieses ist für unbedachte ein normales arbeiten an sein Konto. Doch sollten Betroffene bedenken, dass es durchaus Vorteile hat. Bei der unterschiedlichen Schreibweise die wir an den Tag legen ist der Tag abzusehen, wo ein Sachbearbeiter die Unterschrift nicht durchlässt, online schreibe ich aber nur mit dem PC. Wir haben die Einwilligung zum Online-Banking abgeschickt und uns noch etwas zum Essen gekauft. Ich gehe zur Gymnastik und meine Therapeutin ist das erste mal nach ihren Autounfall wieder da. Der Unfall hatte sie physisch und auch finanziell sehr mitgenommen. Ich gehe hinterher noch auf mein Fahrrad und spiele an meinen Computer. 29.1.2009 Ich füttre meine Vögel und dusche. Dann muss ich noch mit der Bank reden, ob unser Geld da ist. Ich bin froh wenn alles gelaufen ist, da ich gar nicht mehr in der Lage bin so etwas zu machen. Ich möchte mich darum kümmern, wozu ich Lust habe. Dieses währe für mich angemessener doch die Gesellschaft ist zwar bemüht doch entrinnt man ihr als Kranker nur sehr schwer. Man muss später als Kranker jenes zu Ende führen was man als gesunder angefangen hat. Dieses ist aber nur sehr selten zu schaffen. Man kann mit eingeschränkten Möglichkeiten nicht das machen was man vorher gemacht hat. Vorsicht, besonders im Umgang mit der Bank und der Behörde. Ich gehe wieder auf mein Fahrrad und trainiere mein Kopf mit dem Computer. 30.1.2009 Ich schrieb Vorsicht im Umgang mit dem Behörden und Banken. Wir müssen jetzt nachweisen, dass wir an den Hausverkauf nichts verdient haben. Wir müssen eine Aufstellung mit Belegen an die Arge schicken, da ich als Kranker nicht das mehr halten konnte, was ich mir als gesunder Mensch mit viel Arbeit verdient habe. Es ist eine Schande. Wer hat die Gesetze so gemacht? Ich tausche sofort meine Krankheit gegen unser verlorenes Leben. Aber so ist die Welt, wenn man ein Handicap hat, muss man sich mit so was rumschlagen. Ich sollte auch zu einer Behördlichen Untersuchung. Dagegen habe ich mich aber gewehrt. Ein Bericht von meinen Arzt und ein Bericht vom Krankenhaus sollte doch reichen. Heute ist Freitag und ich gehe zur Ergotherapie. Auf den Weg dahin sehe ich Einen Raubvogel. Ich gehe noch auf mein Fahrrad und schreibe meine Aufstellung für die Arge. 31.1.2009 Ich habe meine Austellung fertig und wir fahren diese nach Schwarzenbek zur Arge. Jetzt holen wir noch viele Dinge, die wir uns schon immer leisten wollten. Unser Geld trifft wohl bald bei uns ein. In dieser Hoffnung gehen wir auch schon einkaufen. Wir holen Telefone, Wecker und vieles mehr. Danach habe ich die Zeit alles oder wenigstens einiges aufzubauen. Petra legt sich noch ein bisschen hin und ich sehe Fußball und schreibe nette Sachen über diesen Tag. Ich bin von diesen Tag ziemlich erledigt. Das ist nicht wie abgespannt sein oder nicht mehr können, nein es geht einfach nicht mehr. Jetzt muss ich den Tag ruhig ausklingen lassen. |